jetzt geht es los

November 10, 2009 von zweitervondrei

manchmal zweifle ich an der weisheit des weisen much. nachdem ich mich erweichen ließ (in wahrheit WOLLTE ich spielen) stand das heimspiel gegen voitsberg auf dem programm.  überraschenderweise, daher auch die zweifel an much, stand ich von anfang an im tor. ernie, die eigentliche nummer eins nahm auf der bank platz. nach anfänglichen problemen erwachte mein kampfgeist ab der 10ten minute. mit einer durchwachsenen aber funktionierenden deckungsleistung meiner vorderleute, gelang es uns den gegner über weite strecken zu kontrollieren. nach meiner auswechslung in der 45ten minute lief auch ernie zur höchstform auf. ein nahezu ungefährdeter sieg sollte der beginn einer neuen serie werden.

am kommenden freitag werde ich meine 2er mannschaft wieder tatkräftigst unterstützen, auf das wir auch hier den durchbruch schaffen. auf gehts

schlimme erinnerungen

November 10, 2009 von zweitervondrei

also in gleisdorf gab es ja immer überaschungen, aber diesmal führten uns die taktischen geistesblitze des gegnerischen trainers an den rand des abgrunds und darüber hinaus.

nach anfänglicher planlosigkeit unserer angriffswelle beginnen wir den gegner etwas unter kontrolle zu bringen. je mehr wir uns auf den gegner einstellen und auch tore werfen, desto nachdenklicher wir der trainer aus gleisdorf. leider hält seine ratlosigket nicht lange an. er stellt die abwehr auf ein offensives deckungssystem um.

aufgrund von konditionellen und konzeptionellen mängeln steuerten wir in dieser situation immer schneller auf ein debakel zu.

in mir erwachen erinnerungen an ein spiel aus der letzten saison. ein spiel –> damals war es wohl eher ein 60minütiges gegenstoßtraining für den gegner.

nachdem schwaxe ob der leistung der gleisdorfer ein auge zudrücken wollte zieht der schiri unbarmherzig die rote karte und wir müssen ab diesem zeitpunkt auf ihn verzichten.

der rest war schweigen

mitten drin

November 9, 2009 von zweitervondrei

endlich hat die saison begonnen und die ersten spiele sind erledigt. leider nur die spiele, nicht die gegner. zumindest im letzten spiel gegen voitsberg haben wir die negativserie durchbrochen. aufgrund der dünnen personaldecke hatte ich die ehre in der 1er mannschaft zu spielen. nach anfänglich auftretendem nervenflattern kehrt bereits in den ersten spielimnute der saison wieder etwas ruhe ein –> die mannschaft scheint auch noch nicht auf die saison vorbereitet.

den beginn macht die begegnung gegen südburgenland. einiges an verwirrung und ein ständiges auf und ab der gefühle. bälle werden nicht gefangen oder einfach aus der halle geworfen. wenigstens geht es den anderen nicht viel besser und es gelingt mir einige bälle zu halten. gegen ende hin wird das spiel zunehmend konfuser. ein stetiges hin und her -> aber es gelingt den gegner nicht allzuweit in führung gehen zu lassen. unser leo erlöst uns wenige sekunde vor spielende, mit dem rettenden ausgleich. der anschliessende verzweiflungswurf der südburgenländer landet zwar hinter mir im tor –> jedoch erst nach der schlusssirene.

wiedermal geschafft

Oktober 13, 2009 von zweitervondrei

man kann nur den hut ziehen vor all denen, die auch heuer wieder den graz marathon oder die diversen anderen laufdistanzen an diesem wochenende  gelaufen sind.

ganz besonders gilt mein respekt einer bekannten die den halbmarathon gefinished hat. auch mein studienkollege alex hat sich diesen respekt verdient. 42 km müssen erstmal geschafft werden, obwohl es heuer nicht so gut gelaufen ist.

damit aber gelaufen werden kann, muß erst mal geschleppt werden. unzählige eisengitter entlang der strecke (ca. 1400 stk zu je 20 kg) wollen richtig platziert werden. auch heuer war ich wieder 2 tage live dabei.

samstag 8:00 uhr beginn

im augarten muß die strecke für den bambini sprint hergerichtet werden. hier sind es nur einige wenige gitter (etwa 300) da die kleinen ja noch nicht soweit laufen müssen. eigentlich kein problem wenn nicht –>

der sattelschlepper kann die gitter nicht bis an die strecke bringen. daher ist manpower gefragt, zumindest ein stapler erleichtert es etwas. leider setzt leichter regen ein und der funfaktor hält sich in grenzen. wer arbeitet schon gerne im freien wenn es regnet.

danach geht es ab richtung opernplatz. jetzt geht es los mit der richtigen strecke für sonntag. der regen hat sich verzogen, die aussichten für den restlichen tag –> bewölkt aber kein niederschlag.

wir kämpfen mit den üblichen problemen –> unzählige aufbautrupps diverser firmen stehen sich zeitweilig gegenseitig im weg und herum und warten auf das fertigwerden des jeweils anderen. so eine veranstaltung ist wie ein lebender organismus und gehorcht irgendwie nicht der vorgegebenen planung. gott sei dank bin ich wieder mit pedro im bereich innenstadt unterwegs. hier funktioniert es nahezu wie geschmiert, da wir nahzu blind zusammenarbeiten und uns keiner stört. naja, die vielzahl an passanten in der herrengasse macht es nicht gerade leichter, aber das kennen wir ja schon von den letzten jahren.

das die herrengasse heuer eine baustelle genau in der strassenmitte aufweist macht es auch nicht leichter. der schwenk von der fahrbahn auf die fußgängerseite wird einfach mit gittern abgesperrt. für die begleitfahrzeuge war es eine ziemliche herausforderung, da gerade einmal 3 m platz waren.

das war aber auch schon die einzige änderung zu vorjahr. der rest wäre ganz einfach gewesen. wäre gewesen, denn als es langsam abgekühlt hat am abend setzte auch wieder regen ein diesmal allerdings ordentlich. die arbeitshandschuhe etwa alle 30min auswringen damit man nicht abrutscht wenn man ein gitter trägt ist nicht gerade angenehm. schlauerweise hatten wir vorgesorgt, die regenjacken waren absolut notwendig damit wir wenigstens einigermaßen trocken geblieben sind. um ca. 01:00 steht die strecke soweit möglich, da die strassenbahn ja noch bis 09:00 in der früh fährt.

sonntag 07:00

jetzt geht es los. noch 3  stunden bis zum start. in dieser zeit die strecke entgültig fertigmachen und die rstiche werbeplakate aufhängen.

das wetter ist entgegen der prognosen traumhaft

ich habe für die dauer der veranstaltung wieder eine äußerst unangenehme aufgabe. der zielbereich muß ständig frei sein für die ankommenden läufer.  da kommt man völlig ausgepowert ins ziel und plötzlich wird man von jemandem (richtig -> von mir) aufgefordert weiterzugehen. man gewöhnt sich an die teils verständnislosen, teils bösen blicke. ich nehme die reaktionen nicht persönlich. die kommentare der pressefotografen sind da um einiges anstrengender wenn man sie um platz für die läufer bittet.

heuer haben wir ungewöhnlich früh mit dem abbau begonnen. der letzte war noch nicht im ziel, als wir bereits einige streckenteile demontiert hatten.

 als die gitter wieder weggeräumt und wir endlich fertig sind  ist es bereits halb eins in der nacht. pünktlich zum ende beginnt es wieder zu regnen –> ist uns aber jetzt egal, schließlich wartet zuhause die warme dusche und das bett.

trotz all der anstrengungen der vergangenen 2 tage bin ich froh, daß ich wieder dabei sein durfte. einige von uns sehen sich nur einmal im jahr, aber es macht immer wieder spass die jungs zu treffen und gemeinsam die arbeit zu erledigen. die “alten hase” (darf mich ja jetzt auch schon dazuzählen) helfen natürlich den neuen im team und so werden die auftauchenden problem gelöst. erleichtert wird es dadurch, daß unser obermeister oli sein team zumeist aus handballern rekrutiert und wir uns ja fast alle kennen.

ersten gerüchten zufolge gibt es nächstes jahr zusätzlich zum marathon wieder das altstadtkriterium im juli und da werden wir uns wiedersehen.

das übliche

Oktober 8, 2009 von zweitervondrei

also eigentlich war das gestrige training nichts besonderes. klassische mitternachtsveranstaltung –> 21:30 bis 23:00

die bestem hallenzeiten sind nun mal für basketball und volleyball reserviert, irgendwie logisch aufgrund der platzierungen in den heimischen bundesligen.

aber trotzdem irgendwie unfair, zumal der geschäftsführer der union ja einer von uns ist (quasi)

wie dem auch sei, trotz der unzahl an studenten im verein am mittwoch die übliche trainingsmoral. eine beteiligung von 4 – 8 personen.

lockeres aufwärmen (basketball  :-( ) und einwerfen der torhüter (ja genau mehrzahl)

danach eigenartige gegenstossübungen verordnet von purzel (teilzeittrainer), die torhüter haben sich ob der konfusion ziemlich gelangweilt :-)

leider aber mal wieder eine klassische verletzung. der ungeschliffenen rohdiamant mock scheint sich etwas gröberes im sprunggelenk zugezogen zu haben –> auf diesem weg wünsche ich mal gute besserung.

ab in die provence III

September 17, 2009 von zweitervondrei

Tag 9 bis 13

irgenwie bin ich in einer zeitlosen zone gefangen. ich habe keine ahnung welcher wochentag heute ist. das deute ich als anzeichen für urlaub und einsetzende erholung. niemand ruft mich an ich habe keinen elektronischen kontakt zur aussenwelt. nur isi, meer und sonst nichts. traumhaft. wir sehen uns ein paar orte in der umgebung an. malerische landschaft. sonne. 30° und schwimmen. auf unseren ausflügen entdecken wir zahlreiche kleine orte, die jedoch alle ihre eigene geschichte haben. verschlungenen bergstrassen ins landesinnere, weinberge und (eh klar) burgen und kirchen. kein wunder, daß sich cezanne, picasso und viele andere hier inspirieren ließen.  ich beschränke mich ob meiner künstlerischen ausdrucksfähigkeit aufs fotografieren.

nebenbei erkunden wir st. tropez. eigentlich ja ein kleines malerisches fischerdorf wenn nicht, ja wenn nicht diese jachten im hafen liegen würden. die klassische adriasegelyacht würde neben diesen schiffen wie ein spielzeugboot aussehen. was soetwas kostet, kann und will ich mir auch garnicht vorstellen. mir reichen die preise in den auslagen der immobilienhändler (scheinbar ist gerade die halbe küste zu kaufen) – 80m2 sind ja doch schon so ab 1,2 mio € erhältlich. lustig ist das verhalten der anwesenden. man fragt sich ob der zooatmosphäre jedoch wer hier die wilden tiere sind. auf den yachten wird zu abend gegessen mit blick auf die promenade. auf der promenade das umgekehrte schauspiel. sehen und gesehen werden. dazwischen wir. im hinteren teil des dorfes finden sich einige luxusstores bekannter designer. am schönsten ist jedoch die scheinbare gleichmut mit der die ortsansässigen dem boule spiel nachgehen. die kümmert der trubel offensichtlich nicht. hier hat sich der ursprüngliche charakter nahezu erhalten. (wenn ich wüßte, daß ich eine  60m2 wohnung  jederzeit um 1 mio € verkaufen könnte, wäre ich auch etwas ruhiger).

ein weiterer ausflug führt uns nach collobrieres. angepriesen im loney planet.diesmal über den col du babaou. wieder eine kleine nebenstrasse mit knapp 2m breite. man ist auf das wohlwollen der entgegenkommenden angewiesen. leitplanken werden in frankreich erst erfunden, zumindest die variante aus stahl statt holz. das dorf steckt gerade in der laufenden meisterschaft im boule spielen (scheinbar der franzosen liebste beschäftigung neben burgen und kirchen zu erbauen – es gibt keinen ort ohne dazugehörigen platz zum kugelstossen). sonst gibt es dort nur gegend.

ein weiterer abstecher ist geplant. diesmal soll er uns in die welt des glamour führen. was cannes den diesmal für eine ortschaft sein? ja genau die europäische hauptstadt der filmwelt. einmal jährlich trifft sich hier die filmwelt um zu posen. unser erster eindruck ist wie immer der treffendste. cannes – kann es nicht. ein sammelsurium an touristen die gerne mittendrin wären statt nur dabei. eine einkaufsstrasse und das festivalgebäude. dieser betonklotz strahlt aber auch garnichts aus. nebenbei bemerkt hat isi und uwes reiseglück zugeschlagen. man versucht diesen architektonischen unfall gerade zu sanieren. das selbe schicksal hat uns auch in florenz ereilt. der dom im baugerüst. jedoch läßt der unverkleidete teil in cannes die häßlichkeit des rests erahnen. nebenbei laufen gerade die vorbereitungen für eine luxusmesse im alten hafen.

ein kleiner abstecher nach cap antibes. hier übt man sich in nobler zurückhaltung. traumhafter strand, zugänglich mit dem entsprechenden kleingeld am konto und villen ohne ende aber eben nicht marktschreierisch protzig wie einige kilometer zuvor in cannes.

der rückweg führt uns über die cote d´esterel oder auch goldküste nach la lavandou zu campingplatz. allein dieser küstenabschnitt wäre schon eine reise wert aber leider haben wir nicht soviel zeit. traumhafter ausblick aufs meer. wegen der bereits fortgeschrittenen tageszeit auch noch ins gold des sonnenuntergangs getaucht. hier ließe es sich leben.

auf einem unsere ausflüge kommen wir auch durch la mole. eher unscheinbar. wenn hier nicht der flughafen von st. tropez liegen würde, käme auch keiner auf die idee dorthin zu fahren und es zu durchwandern. unscheinbar, aber doch die heimat von saint exupery und seiner familie. eindrucksvolles chateau der großeltern.

trotz unserer zahlreichen abstecher bleiben wir unserem strand in rayol treu. obwohl uns dort nicht nur schöne stunden erwarteten. irgendwann gegen ende der woche hatte ich eine etwas unliebsame begegnung mit einer meduse (vlg. feuerqualle), ich denke das arme vieh hat sich mindestens so geschreckt wie ich. isi nahm es zuerst eher gelassen. “das war sicher nur ein streifen seegras”. ein kurzer blick ins meer ihrerseits und wir versuchten den österreichischen rekord über 100m  zu brechen. also ab in die nächste ortschaft um eine pharmacie zu suchen. die art und weise mit der die dame dort reagierte läßt darauf schließen, daß ich nicht der erste mit solch einem problem war. ein kurzer griff ins regal hinter ihr eine kleine anweisung betreffen der verwendung und das wars auch schon. nebenbei bemerkt die salbe ist äusserst effizient 2 tage später keine spur mehr. was tun mit dem angebrochenen abend? erkunden wir einfach den strand. isi entdeckte hier katusfeigen. leider wollte diese einfach nicht gegessen werden. ergebniss des tages: ich hatte einen faustgrossen, roten und brennenden fleck an der schulter und isi viele, kleine und äusserst schmerzhafte stachel in den händen. die restlichen tage entschädigten uns aber für die erlittenen “qualen”.

leider war damit der urlaub aber bereits fast vorbei. auf dem rückweg nach genf ließen wir es uns nicht nehmen der ehemaligen papststadt avignon noch einen besuch abzustatten. ein paar fotos vom palast und der berühmten brücke, die eigentlich keine mehr ist.

als abschließendes highlight der reise entpuppte sich st. remy de provence. zuerst dachte ich, daß navi macht einen scherz als wir auf eine schmale landstrasse abbiegen mußten. aber wie schon die gesamte reise zuvor führte es uns präzise ans ziel. ein kleiner verträumter ort mitten in der provence. auch hier schien die zeit langsamer zu vergehen. für die besichtigung des chateaus waren wir zu spät aber die überbleibsel der römer waren auch bewundernswert.

Abschließend möchte ich festhalten, daß wir sicher wieder durch die provence und an die cote d´azur fahren werden da es einfach noch soviel zu sehen gibt.

ab in die provence II

September 17, 2009 von zweitervondrei

Tag 5

Hurra es geht los. eine kleine ehrenrunde in genf –>der junge jedi (moi) sollte mehr der macht (navi) vertrauen.

endlich raus und ab auf die autobahn. nach unzähligen kilometern durch unbekannte weiten erreicht das raumschiff die provence. i. liest derweilen in diversen magazinen und im lonely planet.  links und rechts der autobahn ein chateau nach dem anderen. haben die franzosen im mittelalter nichts besseres zu tun gehabt als burgen und kirchen zu bauen? egal der anblick ist trotzdem schön. bei orange kurzer zwischenstop. ein recht imposantes theater aus der römerzeit (das einzig erhaltene seiner epoche weltweit). kurzer cafe au lait stop in den verschlungenen gassen des ortes. im vorbeigehen werfen wir einen blick auf die speisekarten der umliegenden lokale. he, ich will nur etwas essen und nicht das restaurant kaufen –> böse vorahnungen –> cafe au lait unter 3 euro kaum zu bekommen.

weiterfahrt nach aix en provence. die heimatstadt von cezanne.  aber wo schlafen kurzer blick in den allwissenden lonely planet. budget hotel gefunden. anruf. zimmer frei für 2 nächte, aber wir müssen bis 18:00 uhr dort sein. geht sich das aus? frag doch den inder (navi).

17:45 hotel und überaschenderweise auch einen parkplatz davor gefunden. erster abend in aix. die ganze stadt ist scheinbar eine einzige bar. zumindest erhält man diesen eindruck, wenn man durch die verträumten mittelalterlichen gassen schlendert. ein lokal neben dem anderen. preislich jedoch glaubt man sich in monaco oder paris. tagesteller ab 20€ aufwärts. hallo, wo essen hier die studenten? egal unserer reisetradition folgend besorgen wir uns ausgezeichnetes baguette und schinken. ab ins bett.

Tag 6

wir wandeln auf den spuren von cezanne. die bodenmarkierungen sind idiotensicher. nur manchmal scheint eine der messingplaketten den weg in ein deutsches wohnzimmer gefunden zu haben. cezannes geburtshaus, schule, erster ausstellungsort, letzte wohnung usw. usw. usw…. immer wieder finden wir wunderschöne gassen und plätze –> nur kein cafe ohne tourismusaufschlag bei den preisen. am schlimmsten ist jedoch die erkenntnis, daß auch die einheimischen in diesen lokalen verkehren. damit erscheinen die günstigen varianten als nichtexistent. am nachmittag der entschluß auch mal kultur zu erleben. kurzerhand kaufen wir 2 karten für eine ausstellung über die einflußnahme von cezannes werken auf picasso. 

um 19:00 uhr einlass ins museum. ich bin beeindruckt von der kraft der bilder. isi genauso. langsam wird uns bewußt welches glück wir haben. die bilder stammen aus den wichtigsten museen der welt und es ist ein eigenartiges gefühl nur wenige zentimeter  davorzustehen. könnte unser budget auffetten oder mir einen 15jährigen unfreiwilligen aufenthalt in frankreich bescheren ( :-) ). berauscht von den eindrücken der stadt und der bilder geht es zurück ins hotel. kurzer abstecher in ein cafe. ich blicke auf das gebäude vor uns und bekomme einen lachanfall. da gibt es auch ein Hôtel de Ville. einige tage zuvor bin ich mindestens 5 mal im kreis gefahren um dieses “hotel” zufinden und dort ein zimmer zu buchen. komischerweise sollte dieses “hotel” unterhalb der prefecture zu finden sein, dort war aber nix. jetzt wird mir einiges klar das “Hôtel de Ville” hat nur zimmer für den bürgermeister. lache nochmals laut auf und zeige isi meine entdeckung (sollte sich als running gag der restlichen reise erweisen bis ja bis aber dazu später). etwas wehmütig verlassen wir am nächsten morgen die stadt.

Tag 7

ab geht es an die Cote d´Azur. genauergesagt nach cassis.  als wir dort ankommen sind wir allerdings etwas enttäuscht. ersten nichts interessantes zu sehen und zweitens touristenherden en masse. ich dachte ja, daß die urlaubszeit vorbei wäre. macht nichts nehmen wir einfach den nächsten ort. allerdings verhält es sich dort genauso. isi blickt in den reiseführer und danach ratlos in den campingführer. plötzlich ein aufschrei.  meine nerven sind ob des herumfahrens bereits ziemlich angespannt, ich kann mir jedoch eine hastige lenkbewegung gerade noch verkneifen. isi hat einen campingplatz gefunden. ich frag mal wieder den inder (Navi) – 40km- das geht locker. als wir den campingplatz sehen sind wir sofort begeistert. wunderbar eingebettet zwischen weinbergen und dem meer. alles scheint ruhig – bis auf die camper gegenüber – germanen auf raubzug, wenn ich rammstein hören wollte, wäre ich zuhause geblieben. wir wechseln kurzerhand den stellplatz. zelt aufgebaut und ab an die küste sightseeing im angrenzenden dorf. kurzer einkauf im supermarkt. bei dem milchpreis ginge es unseren bauern etwas besser, 1 liter für fast 2 €.  isis auf der suche nach joghurt –> normales, leeres einfaches joghurt –> mission impossible. man bekommt alles erdenkliche mit linksdrehenden kulturen gegen magenbeschwerden, mit 0,0% für die diät, mit rechtsdrehenden kulturen gegen haarausfall, in allen möglichen geschmacksrichtungen aber am wichtigsten nahezu alles von danone produziert. nur eben kein stinknormales, langweiliges und einfaches joghurt.

Tag 8

ab an den strand. nix da wir sind an der cote d´azur. also machen wir uns auf die suche nach einem geeigneten strand. nach ein paar ortschaften die ernüchterung, überall die bereits erwähnten touristen und dazugehörige überteuerte infrastruktur gastronomischer art. wir bleiben in einem kleinen ort an der küste stehen. meine nerven sind mal wieder angespannt. ich erkläre isi, daß meiner meinung nach hier nichts wär. ihr blick zeigt mir, daß mein umgangston etwas rauher ist als er sein sollte. nach wenigen metern fußmarsch erleben wir aber eine angenehme überraschung. wunderschöner blick aufs meer, zauberhafter strand und und kaum leute. na endlich, hier schlagen wir unser badezelt für die nächsten tage auf. beim abendessen, romatisch mit gaskocher, kurze besprechung und blick in den lonely planet. langsam stellen wir fest, daß wir nicht genaug zeit haben werden alles zu sehen was sehenswert wäre. ach ja die holländer hinter uns stört das öffnen und schließen der heckklappe beim auto, ist uns aber nahezu wurscht. ertse nacht an der cote d´azur.

ab in die provence I

September 17, 2009 von zweitervondrei

klingt so einfach gestaltet sich in wahrheit aber ziemlich kompliziert. wie bereits früher angemerkt keine festen reiseziele, keine unterkünfte und keine sonstige wie immer geartete planung. halt. zumindest ein wenig planung muß sein. aber wie es halt so ist im leben, diese planung wird fremdgesteuert aber dazu später. damit wurde die reise zweigeteilt.

Tag 1

erste station wie bereits beschrieben irgendwo im bereich gardasee. im kanaltal die erste überraschung (ich dachte die urlaubsreisezeit wäre vorbei) – zähflüssiger kolonnenverkehr – zeitverlust knapp eine halbe stunde (dank navi jetzt auch nicht nur gefühlt sondern quasi gemessen). nächste überraschung in udine (da ich nicht italienisch spreche konnte ich nur mutmaßen was die überkopfwegweiser mir mitteilen wollten –> nichts gutes). 3 stunden auf dieser wunderhübschen autobahn im schritttempo. motortemperatur ok, spritverbrauch im rahmen, blutdruck etwas erhöht. erste adaptionen in der reiseroute werden diskutiert. wohin nun –> gardasee, brescia, bergamo, milano, comersee oder oder oder……

letztendlich landen wir ausgepowert am lagio maggiore – dank an den ADAC campingführer.

Tag 2

lustige diskussion über dauercamper –> “ich werde so sicher nicht urlaub machen”  “aber ist doch wie ein wochenendhaus nur etwas billiger” “ich werde so sicher nicht urlaub machen” “aber das ist wie campen nur ohne stress ein reiseziel zu suchen” “ich werde so sicher nicht urlaub machen” “ja du hast recht”

los gehts zur erkundung der umliegenden dörfer.  also mir kommt das vor wie eine mischung aus caorle, wörthersee, genf und ostblock. die zeit scheint hier etwas stehengeblieben zu sein. ausserdem ist die hauptsaison bereits vorbei und die dörfer scheinen etwas ausgestorben (stört garnicht). etwas vom see entfernt die idee –> besuchen wir eines dieser dörfer die sich so an den berg krallen. gute idee ;-) . also die strasse dorthin ist bezaubernd –> strasse –> hat eher die breite eines radweges –> ausweichen nahezu unmöglich. oben angekommen durchschnaufen, alles heil. irgendwo müssen wir eine zeitverschiebung passiert haben hier würde es mich nicht wundern wenn heidi ums eck käme und nach dem peter oder dem almöhi ruft. das dorf scheint ausgestorben. jedes zweite haus steht zu verkauf. totale absiedelung. hier könnte man ein medidationszentrum bauen, dazu würde sich das leerstehende kinderheim anbieten. nach 1 stunde alles aber auch wirklich alles gesehen –> rückkehr in unsere zeit. bergab ist die strasse noch schlimmer zu fahren. endlich wieder unten. noch schnell caffé  trinken.  ab zum campingplatz und vorbereitungen treffen für die abreise am nächsten morgen.

Tag 3

ab nach genf. hurra endlich wieder im cottage sitzen und auf den lac leman starren. halt. zuerst die wichtigen dinge erledigen. erste station isis uni. wider erwarten sind wir nach knapp 2 stunden fertig mit dem für 2 tage geplanten administrativen hürdenlauf. ab zum wohnheim. zwischenmieterin zieht erst am nächsten tag aus. hilfe, obdachlos in genf. kurzentschlossen fahren wir auf die französische seite des sees richtung campingplatz. stundenlanges fahren (knapp 500km lagio maggiore – genf und weiter) später noch immer kein quartier in aussicht und wir überlegen uns ein hotelzimmer zu nehmen. 5 runden im kreis und das angeschriebene hotel noch immer nicht gefunden. leichte aggression macht sich im auto bemerkbar (äussert sich meistens im fahrstil und den dazugehörigen bemerkungen). beide sind wir ziemlich gestresst und unfähig klar zu denken und überhaupt wäre es an der zeit mal zu essen. folgende möglichkeiten –> mcdonalds und quick-burger. die getroffene entscheidung bereue ich bitterlich. ich weiß nicht, warum es soviele quick-burger in frankreich gibt. letzte chance ein quartier für die nacht zu bekommen in einer kleinen ortschaft im hotel zur post. erstaunlicherweise von innen schöner als zuerst vermutet. endlich schlafen.

Tag 4

endlich ist das zimmer frei die letzten bürokratiedinge in genf erledigen und ab nach lausanne.  noch nicht ganz. in aubonne werden wir magisch vom elch superstore angezogen. sieht aus wie in graz nur die sprache ist eine andere. noch schnell ein paar nütztliche dinge eingekauft. wie soll ich das bloß ins aut kriegen, der kübel ist ja jetzt schon überladen. aber nun ab nach lausanne. kurzer stau (eh klar) aber dafür erwartet uns eine bezaubernde altstadt mit traumhaftem ausblick. retour nach genf. noch schnell was gekocht und ab ins bett, morgen geht es los in die provence. kurzer blick in den allwissenden lonely planet. trotzdem noch keine ahnung wohin genau. schlafen.

jetzt geht es los

August 26, 2009 von zweitervondrei

na fast. aber in kürze (voraussichtlich ab Samstag) gibt es endlich wieder mal heuschreckenurlaub (erklärung folgt noch). darauf freue ich mich schon seit wochen.

die reiseroute ist wie üblich ganz klar definiert, die unterkünfte gebucht und überhaupt folgt alles klaren strukturen in diesem urlaub  –> wie immer nur wunschdenken oder eigentlich doch eher eine abschreckende vision.

ich finde es einfach spannender sich treiben zu lassen. wir haben noch keine genaue vorstellung was uns erwartet. es gibt eigentlich nur grobe anhaltspunkte.

erste station lombardei irgendwo im bereich gardasee, brescia oder bergamo; zweite station genf  ungefährer zeitrahmen 2 – 3 tage; und dann geht es ab in die provence und natürlich auch abstecher an die cote d`azur zeitrahmen in etwa 2 wochen; letzte station wieder genf

aber nun mal etwas aufklärung zum heuschreckenurlaub. wir haben eigentlich sehr wenige fixstationen in unserer jährlichen urlaubsplanung als da wären kroatien entweder cres oder umag beziehungsweise caorle jeweils nur übers wochenende. die restlichen (spärlichen) urlaubstage verbringen wir einfach damit wie die heuschrecken durch interessante gegenden zu ziehen,  jeweils mal 2 – 3 tage an einem ort. es gibt soviel neues zu entdecken und es wäre einfach schade 2 wochen in einem hotel zu verbringen (ja genau vielleicht auch noch mit unsäglicher animation –> befohlene gute laune)

da schnapp ich mir doch lieber eine landkarte fahr einfach los und laß mich überraschen. auf den südeuropäischen strassen gibt es animation genug. unser toskanaurlaub war der beste beweis dafür, daß unser system ( :-) ) funktioniert.

ich stelle mir mal vor, daß ich in pisa ein hotel für 14 tage gebucht hätte. na super. hat sich schon mal jemand diese stadt angesehen –> die stadt und nicht den schiefen turm. also ich würde das eher als enttäuschend bezeichnen (bin mir aber nicht sicher ob dieser begriff überhaupt ausreicht). tote fische in schmutzigem fluß, häßliche stadt ohne tatsächliche höhepunkte (turm = touristenfalle).

 dagegen der abstecher nach vinci ( ist uns auf der landstrasse eingefallen). nettes kleines bergdorf (ratespiel: wer ist dort geboren ;-) ?) hier gehen die uhren noch anders. ungefähr 5 cafehäuser.  2 esslokale und weil nun mal notwendig auch ein paar wohnhäuser. genauso wie der zwischenstopp auf dem wege von verona nach lucca. traumhafter ausblick und ausgezeichneter caffé. ach ja zahlen bitte –> € 1,8 bitte –> nein wir hatten 2 caffé –> € 1,8 bitte –>etwas später in florenz haben wir (zumindest einmal tappen auch wir auf unseren reisen in die touristenfalle) € 8,- für 2 caffé bezahlt.

 

wir finden es einfach lustiger uns unter das gemeine volk zu mischen, soweit abseits der touristen wie möglich ( in florenz gibt es auch caffé für €0,90 man muß nur wissen wo.

ausserdem ist es einfach lustig auf irgendeiner stadtmauer zu sitzen und ciabatta und prosciutto zu essen (mit rotwein).

wichtig ist allerdings auch die geeignete leselektüre. ich spreche hier allerdings von büchern und nicht den comics ohne bildern (dan brown oder vielleich john grisham) sondern wirklichen büchern (eher richtung bernhard oder ransmayr).

aber jetzt mal wieder auto einräumen, denn ganz ohne system (wäsche und das ganze) geht es halt doch nicht.

wenn ich zurück bin gibt es sicherlich einen ausführlichen reisebericht

beziehung mal anders

August 23, 2009 von zweitervondrei

manchmal ist es einfach nicht notwendig grosse reden zu schwingen

sie: komm gehen wir spazieren

er: begibt sich einfach ins vorhaus

sie: warte noch

er: grummel

sie: gehen wir

er: zur tür hinaus

sie: warte doch auf mich

er: blickt gelangweilt zurück

sie: ich möchte da links hinauf

er: zuckt mit den schultern

sie: warte auf mich

er: blickt nicht mal zurück verlangsamt aber zumindest etwas seinen schritt

sie: hast du mich lieb

er: blickt in eine andere richtung

sie: ich habe dich so lieb (der mond geht langsam über den bergen auf)

er: schaut übers feld

sie: ich möchte zurück

er: grummel

sie: komm gehen wir nach hause

er: pinkelt einfach mal

sie: ihr männer habt es ziemlich leicht

er: geht einfach an ihr vorbei

sie: komm lass uns ins bett gehen

er: legt sich einfach  im vorhof in die wiese

sie: komm gehen wir schlafen

er: keine reaktion

ich: na wie war der spaziergang

sie: er hat die ganze zeit wieder nach mäusen gegraben

er: wedelt mit dem schwanz

ich: na jezzi wars lustig

er: seufzt

sie: er ist so süss

ich: so herzig

sie: streichelt ihn

ich: streichle ihn auch

er: geniesst einfach

manchmal möchte man hund sein