man kann nur den hut ziehen vor all denen, die auch heuer wieder den graz marathon oder die diversen anderen laufdistanzen an diesem wochenende gelaufen sind.
ganz besonders gilt mein respekt einer bekannten die den halbmarathon gefinished hat. auch mein studienkollege alex hat sich diesen respekt verdient. 42 km müssen erstmal geschafft werden, obwohl es heuer nicht so gut gelaufen ist.
damit aber gelaufen werden kann, muß erst mal geschleppt werden. unzählige eisengitter entlang der strecke (ca. 1400 stk zu je 20 kg) wollen richtig platziert werden. auch heuer war ich wieder 2 tage live dabei.
samstag 8:00 uhr beginn
im augarten muß die strecke für den bambini sprint hergerichtet werden. hier sind es nur einige wenige gitter (etwa 300) da die kleinen ja noch nicht soweit laufen müssen. eigentlich kein problem wenn nicht –>
der sattelschlepper kann die gitter nicht bis an die strecke bringen. daher ist manpower gefragt, zumindest ein stapler erleichtert es etwas. leider setzt leichter regen ein und der funfaktor hält sich in grenzen. wer arbeitet schon gerne im freien wenn es regnet.
danach geht es ab richtung opernplatz. jetzt geht es los mit der richtigen strecke für sonntag. der regen hat sich verzogen, die aussichten für den restlichen tag –> bewölkt aber kein niederschlag.
wir kämpfen mit den üblichen problemen –> unzählige aufbautrupps diverser firmen stehen sich zeitweilig gegenseitig im weg und herum und warten auf das fertigwerden des jeweils anderen. so eine veranstaltung ist wie ein lebender organismus und gehorcht irgendwie nicht der vorgegebenen planung. gott sei dank bin ich wieder mit pedro im bereich innenstadt unterwegs. hier funktioniert es nahezu wie geschmiert, da wir nahzu blind zusammenarbeiten und uns keiner stört. naja, die vielzahl an passanten in der herrengasse macht es nicht gerade leichter, aber das kennen wir ja schon von den letzten jahren.
das die herrengasse heuer eine baustelle genau in der strassenmitte aufweist macht es auch nicht leichter. der schwenk von der fahrbahn auf die fußgängerseite wird einfach mit gittern abgesperrt. für die begleitfahrzeuge war es eine ziemliche herausforderung, da gerade einmal 3 m platz waren.
das war aber auch schon die einzige änderung zu vorjahr. der rest wäre ganz einfach gewesen. wäre gewesen, denn als es langsam abgekühlt hat am abend setzte auch wieder regen ein diesmal allerdings ordentlich. die arbeitshandschuhe etwa alle 30min auswringen damit man nicht abrutscht wenn man ein gitter trägt ist nicht gerade angenehm. schlauerweise hatten wir vorgesorgt, die regenjacken waren absolut notwendig damit wir wenigstens einigermaßen trocken geblieben sind. um ca. 01:00 steht die strecke soweit möglich, da die strassenbahn ja noch bis 09:00 in der früh fährt.
sonntag 07:00
jetzt geht es los. noch 3 stunden bis zum start. in dieser zeit die strecke entgültig fertigmachen und die rstiche werbeplakate aufhängen.
das wetter ist entgegen der prognosen traumhaft
ich habe für die dauer der veranstaltung wieder eine äußerst unangenehme aufgabe. der zielbereich muß ständig frei sein für die ankommenden läufer. da kommt man völlig ausgepowert ins ziel und plötzlich wird man von jemandem (richtig -> von mir) aufgefordert weiterzugehen. man gewöhnt sich an die teils verständnislosen, teils bösen blicke. ich nehme die reaktionen nicht persönlich. die kommentare der pressefotografen sind da um einiges anstrengender wenn man sie um platz für die läufer bittet.
heuer haben wir ungewöhnlich früh mit dem abbau begonnen. der letzte war noch nicht im ziel, als wir bereits einige streckenteile demontiert hatten.
als die gitter wieder weggeräumt und wir endlich fertig sind ist es bereits halb eins in der nacht. pünktlich zum ende beginnt es wieder zu regnen –> ist uns aber jetzt egal, schließlich wartet zuhause die warme dusche und das bett.
trotz all der anstrengungen der vergangenen 2 tage bin ich froh, daß ich wieder dabei sein durfte. einige von uns sehen sich nur einmal im jahr, aber es macht immer wieder spass die jungs zu treffen und gemeinsam die arbeit zu erledigen. die “alten hase” (darf mich ja jetzt auch schon dazuzählen) helfen natürlich den neuen im team und so werden die auftauchenden problem gelöst. erleichtert wird es dadurch, daß unser obermeister oli sein team zumeist aus handballern rekrutiert und wir uns ja fast alle kennen.
ersten gerüchten zufolge gibt es nächstes jahr zusätzlich zum marathon wieder das altstadtkriterium im juli und da werden wir uns wiedersehen.